Mittwoch, 16. März 2011

Undercover Boss, Mika Ramm von Eismann (RTL)

Ab dem 28.3.11 schickt RTL auf dem prominenten Coching-Sendeplatz ein neues Format in die deutschen Wohnzimmer: "Undercover Boss". Unternehmer und Geschäftsführer sollen als normaler neuer Mitarbeiter getarnt Eindrücke und Arbeitsbedingungen ihrer Angestellten kennenlernen.

Erster Protagonist der Sendung ist Mika Ramm, der Geschäftsleiter Kundenmanagement der Firma Eismann, der für RTL in die Rolle des Rico Meissner schlüpft. Erstaunlich offenherzig wird Ramm im Vorfeld von RTL zu seinen Motiven für die Teilnahme zitiert:
"Das faszinierende für mich bei dem Undercover-Projekt ist, die Entscheidungen, die wir in der Geschäftsleitung getroffen haben, zu hinterfragen. Unsere Umsatzzahlen in Deutschland stagnieren teilweise und wir wissen in der Geschäftsleitung nicht wirklich, woran genau es liegt. Mir ist es sehr wichtig, dass es meinen Mitarbeitern gut geht, denn wenn es dem Mitarbeiter gut geht und er zufrieden ist, geht es dem Unternehmen auch gut“.

Hier geht es zur Vorstellung des 2. Kandidaten Marcus Smola (Best Western Hotels)

Die RTL-Sendung "Undercover Boss" ist eine Adaption des amerikanischen Senders CBS. Einen Einblick in die amerkanische Version bietet das Buch zur Sendung:

Kommentare:

  1. Ich finde es nur witzig, daß kaum, daß die Reportage läuft, sämtliche Server von Eismann in die Knie gehen, weil der Ansturm auf die Internetauftritte zu groß ist ...

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  2. Ich bin eigentlich sehr, sehr distanziert den privaten Sendern gegenüber und traue denen oft die Doku-Kompetenzen nicht zu, aber kurz vor Ende der ersten Folge dieses Experiments recht beeindruckt. Ich selbst arbeite als Pädagoge in einem ganz anderen Feld, aber würde mir oft wünschen, dass jemand der Unternehmensleitung sich mal meine/unsere Arbeit ansieht und feststellt, dass wir viel zu wenig verdienen für die Arbeit, die wir täglich leisten und wo die besonderen Schwierigkeiten bei der Arbeitsausführung liegen (wie z.B. konstante und EINKALKULIERTE Unterbesetzung zur Gewinnmaximierung). Daher ist nicht nur diese erste Folge spannend, sondern auch für weitere Folgen hält das Format noch genügend Potenzial vor.

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  3. Die Doku war sehr gut, nur die OFF-Kommentare hätten ein bisschen überlegter sein können (12-50 Mal wurde der Satz wiederholt "Wenn der Arbeiter wüsste, wen er vor sich hat..?!" - ein bisschen Denken kann man dem Zuschauer überlassen..) und eine Zusammenfassung am Ende, die keine neuen Erkenntnisse bringt, sondern nur das zusammen fasst, was man gerade 5 Minuten zuvor schon hörte gehört auch eher zum Unterschicht-Fernsehen und zeugt eher von Hilflosigkeit der Redaktion.

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  4. Ich fand die Reportage sehr unterhaltsam, besonders, weil der Boss sich nicht zu Schade war, richtig mit anzupacken. Wobei ich zum Schluß absolut nicht verstehen konnte, warum der ältere Mitarbeiter, der nur 4 Stunden bezahlt bekam und zusätzliche, unbezahlte 2-3 Stunden täglich geleistest hat, von der Arbeitszeit nicht höher angesetzt wurde, sondern mit einer einmaligen Urlaubsreise abgespeist wurde. Der Off Kommentar, dass der Mitarbeiter weiterhin hoch motiviert unbezahlte Überstunden schiebst, weil der Boss das anerkennt, fand ich sehr fragwürdig.

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