Dienstag, 22. März 2011

Interview mit Björn Stieper, Klassenzimmer, Unser erstes Restaurant

In der VOX-Dokusoap "Unser erstes Restaurant" ist Björn Stieper beim Aufbau seines Restaurants "Klassenzimmer" zu sehen. In einem Interview mit Doku Watch erzählt er von den Hintergründen der Dreharbeiten und weshalb er heute von schwedischen Touristen besucht wird.


Björn Stieper mit Julia
Doku Watch: In der VOX-Doku-Soap "Unser erstes Restaurant" kann man unter anderem dir beim Aufbau deines ersten Restaurants "Klassenzimmer" zuschauen. Wie kam die Zusammenarbeitmit VOX für das Format zustande?

Björn Stieper: Als ich noch zur See gefahren bin habe ich mich vor meinem Einstieg im März 2009 mit meiner Freundin Silke, die dort Hausdame war, für „"Mein Restaurant“ Staffel 2" (Das Format wurde nach Staffel 1 eingestellt. DokuWatch) beworben. Als wir nach einigen Castings in der Endauswahl waren, sollten wir uns in Berlin nach einer Location umsehen. Silke war das zu weit weg von Hamburg und so habe ich Julia gefragt, ob Sie Lust auf dieses Abenteuer hat.
„"Mein Restaurant"“ wurde dann jedoch auf Eis gelegt. Granada bekam allerdings den Auftrag für "„Unser erstes Restaurant"“. Weil wir bereits beim Casting waren, mussten wir nur noch eine Location finden mit gutem Einzugsgebiet. Da ich aus dem Nachbarort (Bargteheide)  von Hammoor komme und in der alten Schule zuvor noch kein Restaurant drin war, habe ich mich für das Konzept „Klassenzimmer“ entschieden und konnte alles mit Julia nach unseren Vorstellungen gestalten.



Und was waren deine Motive, dabei mitzuspielen?


Natürlich macht man bei sowas erstmal mit, weil es eine super PR für das Restaurant ist. Außerdem kann man auf diese Art und Weise eine aufregende Zeit für die Ewigkeit festgehalten.

Gibt es eine lustige Anekdote oder Situation von den Dreharbeiten, über die du auch nach all den Jahren noch gerne lachst?

Grundsätzlich waren meine O-Töne immer zu lang. Auch nach mehrmaligen Wiederhohlen ist es mir selten gelungen mich kurz zu fassen. Beim Dreh im Auto mit Julia hat Sie über meine bescheidenen Fahrkünste gelästert und wir haben vergessen, dass unsere Mikros noch an waren. Das Kamerateam hat sich gut amüsiert und uns aber fairerweise auf die offenen Mikros hingewiesen.

Wie zufrieden bist du mit der Sendung, wie sie letztendlich ausgestrahlt wurde? Gibt sie ein echtes Bild von dir wieder oder fühlst du dich - wie etwa die Familie Stehr - verzerrt oder zu einseitig dargestellt?

Das Image vom Sparfuchs mit einer tollen Familie und der bezaubernden Julia als größte Hilfe fand ich schon mal „klasse“. Dass wir zur Eröffnung Fehler gemacht haben, ist menschlich. Daraus zu lernen und weiter zu kämpfen ist keine Schande und stieß auf positives Feedback. Die Dramaturgie mit dem fiesen Kritiker, der am Anfang alles niedermacht um dann beim zweiten Besuch von uns um den Finger gewickelt wird, hat
uns ja auch reichlich Sendezeit und Beiträge in sechs Folgen beschert. Insgesamt fand ich uns authentisch dargestellt und war vor allem von der letzten Folge mit uns begeistert, weil man sehen konnte, wie schnell wir
uns gesteigert haben und das „Klassenzimmer“ wirklich zu unserem Traum geworden ist. Der Zusammenschnitt mit Julias Tränen und die Kommentare des Sprechers waren einfach großartig.

Die Sendung wurde 2009 / 2010 produziert. Wie geht es dir heute und hat dein Traum vom eigenen Restaurant dich glücklich gemacht?

Mir geht es prima und ich bin verdammt stolz auf mein „Klassenzimmer“. Natürlich bleibt wenig Zeit für Privates und ich bin seit meinem Ausstieg vom Schiff leider immer noch Single. Das Klassenzimmer läuft richtig gut und wir haben uns dauernd verbessert und immer wieder neue Ideen umgesetzt. Mittlerweile beschäftige ich 5
Festangestellte.
In den Wintermonaten hätten wir trotz Kapazität von 180 Plätzen noch anbauen können. Von April bis September versorgen wir monatlich bis zu 20 volle Reisebusse eines schwedischen Reisunternehmens mit Mittagstisch. An den Wochenenden ist das Restaurant immer ausgebucht und zusätzlich veranstalten wir im Festsaal laufend Hochzeiten, Geburtstage und Familienfeiern. Auch die Auslastung in der Woche ist fast schon optimal.
Kochkurse die ich auf Wunsch von Gästen seit 2010 veranstalte, sind auch ohne Werbung immer ruck zuck ausgebucht. Wichtig ist es halt nur auch laufend neue Gäste zu gewinnen und im Gespräch zu bleiben und oft in der Presse zu sein. Nächsten Monat gibt es zum Beispiel ein Kochkurs für Austauschschüler in Deutschland und Schüler die ins Ausland gehen. Das sorgt natürlich auch wieder für Gesprächsstoff.

Vielen Dank für das Interview Björn und weiterhin alles Gute für dein Restaurant!

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